Der Laufsport hat in den vergangenen Jahrzehnten enorm an Popularität gewonnen. Mit steigenden Teilnehmerzahlen an Laufevents ist auch die Zahl der laufbedingten Verletzungen in den letzten Jahren stark angestiegen. Die jährliche Verletzungsrate der regelmässig trainierenden Läufer lag laut van Mechelen (1992) noch zwischen 37 % und 56 %. Nur wenige Jahre später, so haben es Van Gent et al. (2007) in ihrem Review beschrieben, ist die Verletzungsrate der Läufer, welche an Verletzungen der unteren Extremitäten litten, auf bis zu 79,3% gestiegen. Die Entstehung von laufbedingten Verletzungen ist immer multifaktoriell und wird sowohl von intrinsischen wie auch extrinsischen Faktoren beeinflusst. Während intrinsische Faktoren wie Alter und Geschlecht nicht zu beeinflussen sind, können extrinsische Faktoren, wie etwa das Schuhwerk, sehr einfach verändert werden. Denn es hat sich erwiesen, dass die Wichtigkeit des Laufschuhs zur Prävention von Überlastungsschäden immer noch unterschätzt wird.

Unabhängige Studien haben gezeigt, dass sich mit zunehmendem Alter die mechanischen Eigenschaften eines Laufschuhs deutlich verändern und sich dadurch die Belastung für die Gelenke wie auch die Muskulatur deutlich erhöhen kann. Ein ausgelaufener Laufschuh bewirkt unter anderem höhere Bodenreaktionskräfte (Chambon et al., 2014; Herbaut et al., 2017), eine erhöhte Geschwindigkeit der Tibiarotation (Unterschenkelknochen) und eine reduzierte Stossdämpfung. Alle genannten Auswirkungen werden üblicherweise mit laufspezifischen Überbelastungen in Verbindung gebracht und bestätigen somit, dass die mechanischen Eigenschaften eines Laufschuhs für eine gesunde Bewegung essentiell sind. Daher sollte der Zustand des Laufschuhs stets kritisch hinterfragt und im Zweifelsfall von Experten bewertet werden, um muskuloskelettale Überbelastungen zu vermeiden.

Oftmals werden ausschliesslich die gelaufenen Kilometer als Indikator für die Notwendigkeit eines neuen Laufschuhes verwendet. Daneben sind aber unter anderem auch das Gewicht des Läufers, der Laufuntergrund und der Ort der Schuhlagerung wichtige Faktoren, die über die Lebensdauer eines Laufschuhs entscheiden. Ein Blick auf die Sohle des Laufschuhs lässt die Abnutzung des Schuhs zwar oberflächlich sehr gut abschätzen, jedoch sind es vor allem die wichtigen dämpfenden und stützenden Eigenschaften des Laufschuhs, die man von aussen meist kaum bewerten kann. Dass der Laufschuh dann oftmals deutlich zu lange getragen wird, liegt aber vorwiegend auch daran, dass ein eingelaufener (oftmals aber eben auch abgelaufener) Laufschuh ein sehr angenehmes, aber trügerisches Laufgefühl vermittelt.

Faktoren, die bei der Bewertung der Funktionalität des Laufschuhs helfen:

  • 600 900 km je nach Untergrund, Laufstil etc.
  • Abgelaufene Laufsohle (bei einseitigem Abrieb im Vorfuss sollten Sie sich dringend beraten lassen)
  • Faltige(s) oder zusammengedrückte(s) Zwischensohle, Stütz- & Dämpfungselement
  • Weitere optische Faktoren (steht der Laufschuh schräg oder gerade)
  • Laufschuhalter (auch nicht genutzte Laufschuhe verlieren ihre Qualität)
  • Das Innenleben des Schuhs (wie z.B. durchlöcherte Einlagen)

Auch wenn verschiedenste Faktoren einen Einfluss auf laufbedingte Verletzungen haben, bildet der passende Laufschuh eine fundamentale Basis, sowohl in der Prävention von Verletzungen als auch bei der Optimierung des wettkampforientierten Laufens.

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