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Mai 17, 2021

Golf – ganz entpannt?

2021-05-18T10:42:42+02:0017. Mai 2021|

Golf ganz entspannt

Golf – ganz entspannt?

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, der Schnee auf den Fairways ist geschmolzen… Endlich! Perfekte Bedingungen, um eine Runde Golf zu spielen und das schöne Wetter zu geniessen. Erholung pur, doch stimmt das überhaupt: Golf – ganz entspannt?

Für eine Runde Golf benötigen die Spieler:innen durchschnittlich 4 bis 5 Stunden um die 18 Spielbahnen zu absolvieren. In dieser Zeit legen sie zwischen 7-10 km auf ihren Füssen zurück1.

Zudem stellt jeder einzelne Golfschlag eine hohe Beanspruchung an den Bewegungs- und Stützapparat der Spieler:innen dar und es werden viele verschiedene Muskelgruppen aktiviert. Koordination und Balance des Körpers werden gefordert und stellen eine wichtige Grundlage für gutes Gelingen dar2.
Während einer Partie sind die Spieler:innen immer auf den Füssen: stehend, sich drehend, fast immer in Bewegung – meistens auf unebenem Untergrund und in verschiedenen Schräglagen, je nachdem, wo der Ball gerade liegt.

Trozdem legen die meisten Golfer:innen ihren Hauptfokus auf die Schwungtechnik und natürlich auf das Zählen der Schläge die benötigt werden, um den Ball ins Loch zu bringen. Mit dem Ziel möglichst weit und gerade zu schlagen, werden Schmerzen im Körper oft vernachlässigt oder ausgeblendet.

Die Füsse im Golfsport: häufig unbeachtet, was sich plötzlich rächen kann

Füsse im Golfsport

Bild: unsplash.com/Courtney Cook

Auch wenn der Ball beim Golfspiel nicht mit den Füssen gespielt wird, lohnt es sich, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ein Golfschwung stellt unterschiedliche Belastungen für den rechten und linken Fuss dar. Während im vorderen Fuss hohe Scherkräfte durch die schnelle Rotationsbewegung erfolgen, entstehen im hinteren Fuss teilweise grosse punktuelle Druckspitzen. Zusätzlich verändern die verschiedenen Bodenbeschaffenheiten die Bedingungen und die Kräfte, die auf die Füsse wirken.

Warnzeichen ernst nehmen

Warnzeichen Füsse

Bild: unsplash.com/Myron Drawdy

Kribbelgefühl, geschwollene Füsse, Blasen oder Druckstellen werden oft ignoriert oder auf das fehlende «Einlaufen» der Schuhe geschoben. Schmerzende Füsse können aber unbewusst zur Veränderung des Ganges und zu anderen Bewegungsabläufen führen. Um dem unangenehmen Gefühl auszuweichen, nimmt man eine Schonhaltung ein. Dies führt zu veränderten Druckbelastungen in den Füssen und Gelenken wie Knie, Hüfte oder Rücken. Dadurch kann eine Kette von ungünstigen Reaktionen ausgelöst werden und das Risiko für Folgeschäden oder Verletzungen wird unnötig erhöht.

Ihre Füsse begleiten die Spieler:innen über die Fairways, durch den Sandbunker oder durch das Rough und sind schlussendlich die Basis jeder erfolgreichen Golfrunde.

Schlechte Schläge sind ärgerlich. Aber Fussprobleme können Folgen haben und müssen ernstgenommen werden!

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Weitere Informationen zur Golfanalyse

Blogbeitrag von Danielle Hinny, Sportwissenschaftlerin bei swissbiomechanics.

Quellen:
1) Zunzer, S. C., von Duvillard, S. P., Tschakert, G., Mangus, B., & Hofmann, P. (2013). Energy expenditure and sex differences of golf playing.  J Sports Sci, 31(10), 1045-1053. doi:10.1080/02640414.2013.764465

2) İlhan Odabaş, H., Bulgan, Ç., Bingül, B. M., & Sarpyener, K. (2019). The evaluation of foot pressure and postural structure of national  golfers. Acta Orthopaedica et Traumatologica Turcica, 53(2), 150-153. doi:https://doi.org/10.1016/j.aott.2019.02.005

Bild ganz oben: unsplash.com/Christoph Keil

Apr 29, 2021

Schlaf und Erholung bei Sportverletzungen

2021-04-29T18:02:41+02:0029. April 2021|

Sportverletzung und Schlaf

Schlaf und Erholung bei Sportverletzungen

Ob sportlich aktiv oder nicht, Schlaf und Erholung spielen eine wesentliche Rolle in Bezug auf unsere körperliche Leistung, wie auch auf die Regeneration nach psychischem Stress und körperlichen Verletzungen.

Während der letzten Zeit war es nicht einfach, den gewohnten Freizeitaktivitäten nachzugehen, geschweige denn in einem Fitnesszentrum oder in Hallen Sport zu treiben. Viele Breitensportler:innen haben daher das Laufen neu für sich entdeckt. Der Körper adaptiert schnell die Trainingseinheiten, die frische Luft tut gut und man spürt die Freude am Laufsport. Man steigert die Häufigkeit und Dauer der Trainingseinheiten und fällt meist genau dann in eine Überbelastung und/oder zieht sich eine Verletzung zu.

Erhöhtes Verletzungsrisiko bei Schlafmangel

Verletzung

Bild: pexels.com/Kindel Media

Der Schlaf ist eine sehr wichtige Komponente. Einerseits in Bezug auf die körperliche Leistung und andererseits auf die Erholung während und nach einer Verletzung. Schlaflosigkeit und verkürzte Schlafdauer können das Risiko für Verletzungen bei Sportler:innen erhöhen. Innerhalb einer Online-Studie haben die Autoren herausgefunden, dass Jugendliche die sportlich aktiv sind und weniger als acht Stunden pro Nacht schlafen sich um 1.7 mal häufiger eine Verletzung zuziehen als Gleichaltrige, die mehr als acht Stunden pro Nacht schlafen. Das gleiche gilt für Erwachsene (Copenhaver, E. A. & Diamond, A. B., 2017).

Verschlechterte Genesung bei Schlafstörungen

Innere Uhr

Bild: freepik.com/jcomp

Der Schlaf nach einer Verletzung ist genauso wichtig. Es gibt Studien die zeigen, dass bis zu 50 % aller Sportler:innen, die eine Verletzung erlitten, unter Schlafstörungen leiden. Die häufigsten Störungen sind Schlaflosigkeit und Tagesmüdigkeit (Copenhaver, E. A. & Diamond, A. B., 2017). Darüber hinaus können Schlafstörungen, aufgrund der veränderten Erholungsfunktionen des Schlafes, (z.B. bei einer Gehirnerschütterung) Depressionen, Müdigkeit und Schmerzen verschlimmern und somit die Genesung verlangsamen.

Die Wichtigkeit der Schlafqualität

Schlafen

freepik.com/jcomp

Schlechte Schlafqualität und Schlafentzug beeinträchtigen unter anderem Gehirnfunktionen, die im Bezug auf kognitive Abläufe eine wichtige Rolle spielen. Diese umfassen direkt oder indirekt die Erholung von geistiger Anstrengung und/oder körperlicher Belastung beziehungsweise Verletzungen (Copenhaver, E. A. & Diamond, A. B., 2017). Zudem zeigt sich, dass Personen mit Schlafentzug vermehrt ungesunde Nahrungsmittel konsumieren, was wiederum zu einer Beeinträchtigung der Auffüllung des Glykogenspeichers und der Proteinsynthese führt. Beide biochemischen Prozesse beeinflussen die Erholung bei Sportlern (Copenhaver, E. A. & Diamond, A. B., 2017). Beeinträchtigter Schlaf verändert ebenfalls die Ausschüttung von Wachstumshormonen und Cortisol. Dies wirkt sich negativ auf die Erholung von Training und Stress aus. Darüber hinaus leidet das Immunsystem, wobei der Anteil an schmerzfördernden Proteinen zunimmt, woraus eine schlechte Muskelerholung und -reparatur nach intensiven Trainingseinheiten resultiert. Dies führt zu einem Ungleichgewicht des autonomen Nervensystems (Copenhaver, E. A. & Diamond, A. B., 2017).

Zusammengefasst zeigt sich, dass die Schlafdauer und -qualität wesentliche Einflussfaktoren  für die körperliche Leistung, die Erholung vor und nach psychischem Stress sowie bei körperlichen Verletzungen sind. Es empfiehlt sich also die eigene Schlafqualität und den eigenen Schlafrhythmus präventiv, wie auch nach intensiven Belastungen, etwas genauer unter die Lupe zunehmen.

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Blogbeitrag von Hannah Graf, Sportwissenschaftlerin und Verantwortliche im Bereich Rücken- und Liegeanalyse.
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Quellen: Copenhaver, E. A., & Diamond, A. B. (2017). The Value of Sleep on Athletic Performance, Injury, and Recovery in the Young Athlete. Pediatric Annals, 46(3), e106–e111.

Bild ganz oben: pexels.com/Oliver King

Mrz 18, 2021

Das Phänomen der Frühlingsmüdigkeit erklärt

2021-03-18T09:38:10+01:0018. März 2021|

Frühlingsmüdigkeit

Frühlingsmüdigkeit

Das Zusammenspiel zwischen Sonnenlicht, Hormonen und Schlafrhythmen ist entscheidend für die Entstehung des Gefühls der Schlappheit und Müdigkeit in den Monaten zu Beginn des Jahres. Die Frühlingsmüdigkeit ist ein bekanntes Phänomen und ist wissenschaftlich erklärbar.

Die Vögel zwitschern freudig, die Tage werden wärmer, es liegt deutlich der Frühling in der Luft. Und doch verspüren viele Menschen die sogenannte Frühlingsmüdigkeit. Das Aufstehen erscheint erschwert und tagsüber muss man sich das Gähnen verkneifen.

Wie Licht unsere physiologischen Funktionen beeinflusst

Sonne

Bild: pexels.com/Maggie Zhan

Die Frühlingsmüdigkeit ist mittels der saisonal bedingten Veränderung der Lichtverhältnisse und deren Einfluss auf die Hormone und das Schlafverhalten erklärbar (LeGates et al., 2014). Das Licht ist ein grosser Einflussfaktor für das Sehen und Wahrnehmen der Umwelt. Bei der Betrachtung eines Gegenstandes reflektiert dieser Lichtstrahlen, welche von der Hornhaut gebündelt und weitergeleitet werden. Das einfallende Licht trifft in einem letzten Schritt auf die Netzhaut, welche unter anderem aus mehr als 100 Millionen Sehzellen besteht. Die Sehzellen wandeln das Licht in Nervenimpulse um, welche ins Gehirn weitergeleitet werden. Somit ist das Licht unter anderem ein wichtiger Faktor für die Regulation von Verhalten und physiologischen Funktionen des menschlichen Körpers.

Wenn die innere Uhr nicht richtig läuft

Innere Uhr

Abbildung: Grafik Nature Publishing Group

Es gibt die indirekte und direkte Art und Weise, wie das Licht die Stimmung beeinflusst. Der indirekte Weg verändert in einem ersten Schritt die circadiane Rhythmik. Die circadiane Rhythmik wird als innere Uhr bezeichnet und entsteht durch sich ändernde Umweltbedingungen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus wie auch der Hormonhaushalt sind typische Beispiele dafür. Durch die Störung der circadianen Rhythmik ändert sich das Schlafverhalten und somit die Stimmung beziehungsweise kognitive Funktionen (LeGates et al., 2014). Ein gestörtes Schlafverhalten kann sich durch eine veränderte Schlafqualität wie auch Länge der unterschiedlichen Schlafphasen äussern. Beim direkten Weg verursacht die Lichteinstrahlung unabhängig vom Schlafverhalten eine Stimmungsveränderung.

Der hormonelle Einfluss auf den Tag-Nacht-Rhythmus

Schlafen

freepik.com/senivpetro

Das Hormon Melatonin, welches durch die Steuerung im Gehirn im Darm und der Netzhaut produziert wird, ist ein weiterer entscheidender Faktor für die Entstehung einer Frühlingsmüdigkeit. Das Hormon reguliert den Tag-Nacht-Rhythmus. Tageslicht hemmt die Produktion von Melatonin, wobei es in der Dunkelheit, während der Nacht vermehrt ins Blut ausgestossen wird. Im Blut hat das Hormon eine schlaffördernde Wirkung. Aufgrund des positiven Einflusses der Dunkelheit auf die Ausschüttung von Melatonin ist tagsüber während den Wintermonaten eine höhere Konzentration davon im Blut nachweisbar. Die Müdigkeit und Schlappheit kann bis im Monat Mai anhalten.

Zusammenfassend findet sich die Erklärung für die Müdigkeit im Frühling in der Veränderung des Schlafverhaltens in Kombination mit dem Einfluss des Hormons Melatonin und dessen vermehrten Ausschüttung. Beide Faktoren basieren auf variierenden Lichtverhältnissen.

Quellen: LeGates, T. A., Fernandez, D. C. & Hattar, S. Light as a central modulator of circadian rhythms, sleep and affect. Nature Reviews (2014).
LeGates, T. A. et al. Aberrant light directly impairs mood and learning through melanopsin-expressing neurons. Nature 491, 594–598 (2012).

Bild ganz oben: pexels.com/Karolina Grabowska

Wenn Sie Informationen zu Ihrem Schlafverhalten wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Es freut uns, wenn wir mit unseren wissenschaftlichen Analysen Ihnen für den Schlaf einen Mehrwert bieten können.

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Nov 19, 2020

Wie durch Sport der Schlaf verbessert wird

2020-11-25T13:07:27+01:0019. November 2020|

Schlaftipps

Wie durch Sport der Schlaf verbessert wird

Die Wichtigkeit von Schlaf auf unser physisches und psychisches Wohlbefinden sowie unsere Leistungsfähigkeit wurde bereits in verschiedenen Beiträgen betont. Schlaf ist für unsere Gesundheit essenziell -zum Glück- denn wir «verschlafen» rund ein Drittel unseres Lebens. Wie bereits aber im letzten Beitrag gelesen, ist Schlaf nicht in jedem Fall eine Selbstverständlichkeit. Was können wir also tun, um unseren Schlaf zu verbessern?

Es ist keine neue Erkenntnis, dass sich körperliche Aktivität, ähnlich wie Schlaf, positiv auf unsere Gesundheit auswirkt. Doch wussten Sie auch, dass Sport uns zu besserem Schlaf verhilft? Um zu verstehen, wie Sport auf unseren Schlaf wirkt, muss zuerst einmal geklärt werden, wie der Schlaf aufgebaut ist und was dazu führt, dass wir überhaupt schlafen.

Lerche oder Eule?

Jeder Mensch verfügt über eine persönliche innere Uhr, welche den Schlaf-wach-Rhythmus steuert. Beeinflusst wird die innere Uhr beispielsweise über unsere Genetik, das Licht und eben Sport. Es ist weitaus bekannt, dass es Morgen- und Abendmenschen gibt, sogenannte Lerchen und Eulen. Die Eulen sind vielleicht eher als «Morgenmuffel bekannt. Ebenfalls nichts Neues ist die Tatsache, dass Licht und Dunkelheit unseren Schlaf-wach-Rhythmus beeinflussen. Wird es dunkel, wird vermehrt das «Schlafhormon» Melatonin ausgeschüttet und wir werden müde, Helligkeit hingegen hilft uns eher wach zu bleiben. Und Sport? Weniger die Art und Weise des Sportes beeinflusst, wann wir müde werden, sondern viel mehr der Zeitpunkt, wann Sport getrieben wird. So haben Wissenschaftler von der Arizona State University und der University of California, San Diego, gezeigt, dass Sport in der Früh und am frühen Nachmittag uns am Abend früher einschlafen lassen bzw. die Melatoninproduktion früher einsetzt, Sport am Abend hingegen die Melatoninproduktion nach hinten verschiebt und wir daher erst später müde werden. Haben wir also einen wichtigen Termin am nächsten Morgen und sind auf genügen Schlaf angewiesen, ist gut zu wissen, dass die Trainingseinheit genügend früh geplant wird, damit ich genügend früh müde bin und mich schlafen legen kann. Ganz nach dem Prinzip «Morgenstund hat Gold im Mund».

Neben der Unterscheidung zwischen Schlaf- und wach-Rhythmus, kann der Schlaf selbst in unterschiedliche Phasen unterteilt werden. Diese werden im Normalfall mehrere Male pro Nacht durchlaufen. Ein Vollständiger Zyklus dauert dabei rund 90 Minuten und besteht aus folgenden Phasen:

Stadium 1
Einschlafphase

Atmung und Puls werden regelmässiger, die Körpertemperatur sinkt.

Stadium 2
Leichtschlafphase

Der Schlaf wird allmählich tiefer und die Muskulatur entspannt sich mehr und mehr.

Stadium 3 & 4
Tiefschlafphase

Muskeln sind völlig entspannt, erholsamer Schlaf, tritt vor allem am Anfang der Nacht auf

Stadium 5
REM-Phase
(Rapid-Eye-Movement)

sogenannter Traumschlaf, geringer Muskeltonus, beschleunigte Gehirnaktivität

Sport und Schlaf stehen in enger Beziehung

Studien haben nun gezeigt, dass sich körperliche Aktivität positiv auf die Einschlafphase, die Tiefschlafphase und allgemein auf die Schlafqualität auswirkt. Dabei wird die Einschlafphase verkürzt, die Schlafdauer verlängert und die Schlafqualität erhöht (Loprinzi & Cardinal, 2011). Bereits 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche, was in etwa den Bewegungsempfehlungen für Erwachsene entspricht, hat laut einer repräsentativen Studie eine um 65% verbesserte Schlafqualität zur Folge (Wang & Boros, 2019). Wie bereits geschrieben, hat Sport auch einen Einfluss auf unsere Gesamt-Schlafdauer. Eine Studie der Universität Basel zeigte dabei, dass vor allem nach intensiver körperlicher Aktivität die Schlafdauer verlängert ist und dies zu Gunsten verlängerter Tiefschlafphasen. Der Tiefschlaf ist für unsere Erholung zentral, denn da findet die Regeneration von Muskelzellen, Knochen und Gewebe statt, was wiederum eine Grundlage für unsere Leistungsfähigkeit darstellt. Wir sehen also, Sport bzw. körperliche Aktivität und Schlaf stehen in enger Beziehung miteinander. Beide beeinflussen sich gegenseitig. Wer also seine Leistung im Sport verbessern will, tut gut etwas mehr zu schlafen und wer wiederum seinen Schlaf verbessern möchte, tut gut daran, sich regelmässig zu bewegen.

Wenn Sie Informationen zu Ihrem Schlafverhalten wünschen, wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Es freut uns, wenn wir mit unseren wissenschaftlichen Analysen Ihnen für den Schlaf einen Mehrwert bieten können.

Liegeanalyse

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Blogbeitrag von Tabitha Ingold, Sportwissenschaftlerin und Verantwortliche im Bereich Rücken- und Liegeanalyse.
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Okt 28, 2020

Besser Schlafen

2020-10-29T19:14:51+01:0028. Oktober 2020|

Schlaftipps

Besser Schlafen

Nach einem langen und anstrengenden Tag möchte man nichts sehnlicher als „ins Bett fallen“ und sofort einschlafen. Trotzdem kommt es vor, dass man stundenlang wach liegt, sich im Bett hin und her wälzt und seine Gedanken umher kreisen. An erholsamen Schlaf ist dann nicht mehr zu denken.

Schlafprobleme sind weit verbreitet. Laut der schweizerischen Gesundheitsbefragung im Jahr 2012 leidet ein Viertel der Schweizer Bevölkerung unter Schlafstörungen. Acht von 100 Personen nehmen Medikamente ein, um schlafen zu können. Wer auf die Dauer schlecht und wenig schläft, muss mit körperlichen und seelischen Folgen rechnen.

Doch was kann man machen, um besser einschlafen und durchschlafen zu können? Nachfolgend sind sechs wissenschaftlich fundierte Tipps aufgelistet.

Tipp 1: Geregelter Schlafrhythmus

Wenn Schlafens- und Aufwachzeiten unregelmässig sind, wird die Melatonin-Ausschüttung negativ beeinflusst und führt dazu, dass die innere Uhr aus dem Rhythmus gerät. In diesem Fall wird gegen den biologischen Takt gelebt, was zu schlechtem Schlaf und Müdigkeit während des Tages führen kann. Jeder Mensch hat eine eigene innere Uhr, die durch die Gene, das Alter und den Wechsel von Tag und Nacht beeinflusst wird. Die innere Uhr steuert den Schlafrhythmus und verschiedene Körperfunktionen über den Tag hinweg. Das Zubettgehen und Aufstehen sollen also immer zur gleichen Zeit erfolgen (auch an freien Tagen). Das trainiert die innere Uhr und verbessert den Schlaf.

 

Tipp 2: Raumtemperatur von ca. 18 Grad Celcius

Für das Einschlafen und den Tiefschlaf, muss die Körpertemperatur um bis zu 1 Grad Celcius sinken. Aus diesem Grund soll die Raumtemperatur nicht zu kalt oder zu warm sein. Experten empfehlen eine Temperatur von ca. 18 Grad Celcius.

 

Tipp 3: Schlafen in einem abgedunkelten Zimmer

Das Melatonin (auch Schlafhormon) steuert den Schlaf-wach-Rhythmus und ist für einen guten Schlaf entscheidend. Ist es dunkel, erhöht der Körper die Produktion von Melatonin und stimmt sich auf den Schlaf ein. Bei Lichteinfall wird die Produktion gehemmt. Etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen sollte deshalb auf Handys, Tablets oder Fernseher verzichtet und das Licht im Haus gedimmt werden.

 

Tipp 4: Nicht liegen bleiben: Aufstehen!

Manchmal kann man trotz allen Tipps und Tricks nicht einschlafen. In diesem Fall soll man nicht länger als 25 min im Bett bleiben und sich Sorgen machen, weil man nicht ausreichend Schlaf bekommt. Sonst kann es vorkommen, dass das Bett zu einem Trigger für Schlafprobleme wird. Wenn man lange wach liegt, soll man aufstehen und etwas entspannendes tun (z. B lesen) und erst wieder Zubettgehen, wenn man müde ist. So wird das Gehirn umprogrammiert, dass das Bett nur noch mit Schlafen assoziiert ist.

 

Tipp 5: Kein Alkohol und Koffein vor dem Schlafen

Koffein macht wach. Deshalb sollten am Nachmittag oder am Abend keine koffeinhaltigen Getränke oder Nahrungsmittel konsumiert werden. Auch Alkohol führt zu unruhigem Schlaf, weshalb darauf verzichtet werden sollte.

 

Tipp 6: Abendroutine einrichten

Wie ein Flugzeug beim Landen, braucht das Gehirn Zeit, um herunterzufahren. Eine Stunde vor dem Schlafen gehen, sollten entspannende Aktivitäten durchgeführt werden. Beispiele dafür sind: Lesen, Tee trinken (ohne Teein), Meditation, Autogenes Training, Musik hören etc.

Wenn Sie weitere Informationen zu gesundem Schlaf oder zu Ihrer Sleep-ID wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Es freut uns, wenn wir Ihren Schlaf mit unseren wissenschaftlichen Analysen optimieren können.

Liegeanalyse

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Aug 20, 2020

Kennen Sie das Modell der Superkompensation?

2020-08-20T09:23:59+02:0020. August 2020|

Entspanntes Schlafen

Ein Duft von Desinfektionsmittel liegt in der Luft und wenn jemand hustet, wird aufgehorcht. Das neuartige Coronavirus hat in den letzten Monaten so einiges verändert. Obwohl der Alltag im Grossen und Ganzen wieder einigermassen geordnet abläuft, hatte der Lockdown sowie die aktuellen Massnahmen Auswirkungen in verschiedenen Bereichen.  

Durch die verschiedenen Vorsichtsmassnahmen die getroffen wurden, litt während des Lockdowns die Gastwirtschaft besonders. Die fernbleibenden Gäste brachten nicht nur weniger Arbeit, sondern auch weniger Einkommen, dafür aber eine Menge psychischen Stress. Vor einigen Wochen hatte ich einen Gastronomen in der Liegeanalyse, welcher zum Ausgleich regelmässig Sport treibt. Doch trotz viel Sport, blieb und bleibt das Stresslevel hoch, denn die Erholung bleibt aktuell aufgrund schlafloser Nächte aus.

Wenn die Regeneration vernachlässigt oder wie in diesem Beispiel durch psychischen Stress beeinträchtigt wird, kann es zu einem Leistungseinbruch und im schlimmsten Fall zu Überlastungsbeschwerden kommen. Damit wir also von den gesundheitlichen Vorteilen der Bewegung profitieren können, darf die Regeneration nicht vernachlässigt werden. Die Regeneration ist genauso wichtig wie das körperliche Training.

Das Modell der Superkompensation

Vielen ist wahrscheinlich das Modell der Superkompensation schon einmal begegnet. Dieses Modell erklärt sehr vereinfacht aber wirkungsvoll den wichtigen Zusammenhang von Belastung und Erholung.

Erfolgt eine Trainingsbelastung, nehmen die Energiereserven ab und der Körper ist nach einem Belastungsreiz weniger leistungsfähig als zuvor. Je nach Dauer und Intensität der Belastung sinkt die Leistungskurve stärker. Wird im Anschluss des Belastungsreizes eine genügend lange Erholungsphase eingelegt, können die Energiespeicher nicht nur wieder aufgefüllt, sondern noch vergrössert werden. Stimmt das Verhältnis von Belastung und Erholung, wird unser Körper mit der Zeit leistungsfähiger und die Leistungskurve geht nach oben. Die «überschiessende» Wiederherstellung und somit verbesserte Leistungsfähigkeit wird als Superkompensation bezeichnet.

Abbildung: Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit durch optimal gesetzte Trainingsreize (Optimales Training, Jürgen Weineck)
 

Ist die Regenerationsphase zwischen den Belastungsreizen zu lange, geht dieser Effekt der Superkompensation wieder verloren. Erfolgt zu schnell ein weiterer oder ein zu hoher Trainingsreiz und der Körper hat nur ungenügend Zeit zur Regeneration, kommt es zu einem Abfall der Leistungskurve.

Abbildung: Abnahme der sportlichen Leistungsfähigkeit durch zu schnell aufeinanderfolgende Belastungen (Optimales Training, Jürgen Weineck)
 

Das Modell der Superkompensation zeigt also eindrücklich, wie wichtig eine gute und angemessene Erholungsphase nach einem Belastungsreiz ist.

Positive Auswirkungen von genügend und gutem Schlaf

Unterschiedliche Massnahmen fördern die Regeneration und können die Erholungszeit aktiv verkürzen. Dabei werden Stoffwechselprozesse verbessert, der Muskeltonus reduziert und der Blutrückfluss gefördert. Neben dem Auslaufen nach einer anstrengenden Trainingseinheit, ausgewogener Ernährung oder Mobilisationseinheiten ist die nächtliche Regeneration ein wichtiger Bestandteil. Genügend und guter Schlaf kann Wunder bewirken!

Eine Studie, welche die positiven Effekte von genügend Schlaf im Sportbereich aufzeigte, wurde von Milewski (2014) mit jugendlichen Sportlern durchgeführt. Dabei wurde das Auftreten von Unfällen bei Athleten nach einer 21-monatigen Zeitspanne in Abhängigkeit vom Schlaf pro Nacht untersucht. Teilnehmer, welche weniger als acht Stunden pro Nacht schliefen, wiesen ein fast doppelt so hohes Risiko einer Verletzung im Vergleich zu «Langschläfern» auf. Neben dem genannten protektiven Effekt von genügend Schlaf, gibt es noch unzählige weitere positive Auswirkungen von Schlaf auf unsere physische aber auch psychische Leistungsfähigkeit, wie etwa eine verbesserte Stimmung, erhöhte Konzentrationsfähigkeit oder ein geringeres Risiko für Diabetes Typ 2.

“Regeneration und Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.”

– Arthur Schopenhauer –

Gerade in stressigen Zeiten ist es wichtig, dem Körper genügend Regeneration zu gewährleisten. Dass Bewegung allein nicht zu einer ausgeglichenen Work-Life-Balance reicht, zeigte sich einmal mehr am Beispiel des Gastronomen. Training und Bewegung ist die eine Seite der Medaille für eine gute Work-Life-Balance, aber Regeneration sollte zwingend die andere Seite gestalten!

Liegeanalyse

Damit gesunder Schlaf gewährleistet wird, ist auch die richtige ergonomische Lagerung und die Schlafunterlage wichtig. Aus diesem Grund bieten wir neben dem Analyseangebot zur gesunden Bewegung auch Rücken- und Liegeanalysen im Bereich der gesunden Erholung an.

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Weitere Informationen zum Thema “Schlafen nach Mass” finden Sie hier.

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Jun 16, 2020

Patellofemorales Schmerzsyndrom

2020-06-16T18:43:56+02:0016. Juni 2020|

Gelenkschmerzen

Viele Läufer sind mit ihm vertraut, einem Schmerz im Bereich der Kniescheibe, der sich mit zunehmender Laufdauer verstärkt und den Betroffenen oftmals zu einem frühzeitigen Abbruch des Laufes zwingt. Dieses Beschwerdebild wird Patellofemorales Schmerzsyndrom (PFSS), oder auch Läuferknie genannt und ihm liegen verschiedene Ursachen zugrunde.

Anatomie

Das Knie setzt sich aus dem Oberschenkelknochen (Femur), dem Unterschenkelknochen (Tibia) und der Kniescheibe (Patella) zusammen. Diese bilden zwei Gelenke, das patellofemorale Gelenk, zwischen Oberschenkel und Kniescheibe und das femorotibiale Gelenk, zwischen Ober- und Unterschenkel.

Verschiedene Muskeln, Sehnen und Bänder sind für die Stabilisierung des Knies verantwortlich. Einer dieser Muskeln ist der vordere Oberschenkelmuskel, auch Quadriceps genannt. Der Quadriceps besteht aus vier verschiedenen Köpfen, den drei Vastii (lateralis, medialis und intermedius) und dem Rectus femoris. Der Rectus femoris geht in die Quadrizepssehne über, welche ihrerseits an der Kniescheibe ansetzt.

Abbildung: Anatomie Knie
(Quelle: www.flspinalcord.us)

Abbildung: Biomechanische Zusammenhänge
(Vorlesungsunterlagen Bewegungs- & Sportbiomechanik HS17, ETH Zürich (Taylor BW, List R., Lorenzetti))

 

Beschreibung PFSS

Obwohl die Entstehung des PFSS mehrere Ursachen hat, scheint es durch eine Fehlstellung der Kniescheibe und dem Oberschenkelknochen und die dadurch entstehende Mehrbelastung der Kniescheibe begünstigt zu werden. Viele Studien deuten darauf hin, dass durch eine muskuläre Dysbalance des Vastus lateralis und medialis die Kniescheibe zu einer Seite stärker hingezogen wird und es so zu Beschwerden führt. Besonders häufig wurde eine Schwäche des Vastus medialis und eine daraus resultierende Verschiebung der Patella nach aussen nachgewiesen.

Daneben gibt es aber noch weitere Faktoren, welche einen potenziellen Einfluss auf die Bildung eines PFSS haben, wie zum Beispiel eine Fehlposition der Tuberositas tibiae. Die Tuberositas tibiae ist ein rauer Knochenfortsatz am oberen Ende der vorderen Schienbeinkante und Ansatzpunkt der Patellasehne.

Bei einer Fehlposition dieses Ansatzpunktes ist die Kniescheibe nicht mehr gerade über dem Knie ausgerichtet, was zu Beschwerden führen kann. Ähnlich verhält es sich mit einer «Patella alta», bei welcher die Kniescheibe nach oben verschoben ist. Des Weiteren können ein vergrösserter Q-Winkel (X-Beine), schwache Hüftabduktoren (Gluteus medius und minimus) oder ein übermässiges Einknicken des Sprunggelenks (Hyperpronation) ein PFSS begünstigen. Das Einknicken des Fusses bei der Hyperpronation führt zu einer Innenrotation des Unter- und Oberschenkels, und dadurch zu einem erhöhten Zug in der Kniescheibe.

Die Idee, dass die Hyperpronation das Knie beeinflusst, wird Bottom-Up Prinzip genannt (Fuss beeinflusst Knie). Daneben gibt es aber auch das Top-Down Prinzip (Hüfte beeinflusst Knie), welches den Fokus auf die Hüftmuskulatur legt. Dabei wird angenommen, dass Personen mit einem PFSS eine verzögerte, verkürzte oder geschwächte Aktivierung der Gesässmuskulatur (v.a. Gluteus medius) aufweisen. Dies führt ebenfalls zu einer Innenrotation des Ober- und Unterschenkels und einer erhöhten Belastung des patellofemoralen Gelenks.

Therapie

Mögliche Therapieansätze sind:

  • Einlagenversorgung
  • Trainingsreduktion
  • Kräftigung des Quadriceps v.a. des Vastus medialis
  • Kräftigung der Hüftabduktoren und Aussenrotatoren v.a. Gluteus medius und minimus
  • Dehnung (je nach Beweglichkeitsstand)
  • Laufstilveränderung

Exkurs Laufstil

Im Bereich der Laufstilveränderung wird eine Erhöhung der Schrittfrequenz und dadurch eine Verkürzung der Schritte empfohlen. Denn durch das nähere Aufsetzen des Fusses unter dem Körperschwerpunkt reduziert sich die Belastung im patellofemoralen Gelenk. Die Sensibilisierung zu einer Veränderung des Aktivitätsumfangs respektive Trainingsumfangs des Patienten ist von grosser Wichtigkeit.

Laufstiloptimierung

Für Laufstiloptimierungen haben wir Laufstilexperten welche mit Ihnen Ihren Laufstil analysieren, Tipps zur Optimierung geben sowie Übungen und an Ihren Defiziten zu arbeiten. Profitieren Sie von unserer Laufstilanalyse, um Ihren Laufstil gesünder und ründer zu gestalten.

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Einlagenversorgung

Ahlhelm und Alfuth untersuchten in einer Literaturanalyse den Einfluss von Schuheinlagen auf das patellofemorale Schmerzsyndrom. Sie schlussfolgerten, dass Schuheinlagen ein gutes Hilfsmittel in der Therapie von PFSS sind. In den meisten Studien wurde beschreiben, dass die Schmerzen mittels Einlagen kurz- oder langfristig reduziert werden konnten. Eine Veränderung der Kinematik und Muskelaktivierung konnte nicht erreicht werden.

Insbesondere gegen das übermässige Einknicken des Sprunggelenks (Hyperpronation und Eversion) kann mit Einlagen gezielt entgegengewirkt werden. Dadurch wird die Innenrotation des Unter- und Oberschenkels verhindert, was zur Entlastung der Patella führt.

Aus diesen Ergebnissen kann geschlossen werden, dass die Kombination aus Einlagenversorgung auf der passiven und Krafttraining auf der aktiven Seite eine sehr gute Möglichkeit darstellen, das PFSS zu behandeln.

Laufanalyse 3D

Unsere Laufanalyse 3D ist optimal, um die Rotationskräfte zu messen und zu eruieren von wo Ihre Knieschmerzen beim Rennen genau kommen. Diesbezüglich bekommen Sie spannende und abwechslungsreiche Trainingstipps, kostenlose Beratung zum richtigen Laufschuh. Die Laufanalyse 3D umfasst alles rund um Ihren Laufstil, Beschwerdenbehebung und ist die Basis für Ihre Mass-Laufeinlage.

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Begriffe

Medial zur Mitte hin
Lateral Zur Seite hin
Kranial In Richtung Kopfes
Kaudal In die Richtung Steiss
Anterior Nach vorne, vordere(r)
Posterior Nach hinten, hintere(r)
Plantar Auf der Seite der Fusssohle
Adduktion Heranführen eines Körperteils
Abduktion Wegführen eines Körperteils (abspreizen)
Eversion Fuss wird nach aussen gedreht
Inversion Fuss wird nach innen gedreht
Pronation Sohle, Handfläche wird nach aussen gewendet
Supination Sohle, Handfläche wird nach innen gewendet
Valgusstellung Nach innen geneigte Winkelstellung eines Gelenks (z.B. X-Beine)

Apr 03, 2020

Balance Pad & Miniband – Übungen für dein Hometraining

2020-05-29T08:54:57+02:0003. April 2020|

Kniebeuge

Stelle dich auf ein Balance Pad und sitze in einer hüftbreiten Position nach hinten ab. Die Knie nicht zu stark nach vorne schieben und auf einen geraden Rücken achten. Halte die Beinachse in neutraler Position.
Heisst: die Knie schieben in Verlängerung der Fussstellung nach vorne.

Die Kniebeuge kann auch mit dem Miniband ausgeführt werden. Dazu das Miniband oberhalb der Knie positionieren. Dies kann auch zuerst auf stabiler Unterlage ausgeführt werden.

Einbeinige Kniebeuge

Stell dich mit einem Bein auf das Balance Pad und winkle das andere Bein nach hinten oben an. Senke nun, angepasst an dein Kraft- und Stabilisationsniveau, den Körperschwerpunkt nach unten ab. Achte auf einen geraden Rücken. Halte die Beinachse in neutraler Position.

Standwaage

Stell dich mit einem Bein auf das Balance Pad und strecke dabei das andere nach hinten weg. Achte dabei auf einen geraden Rücken und ein zum Boden parallel gestelltes Becken. Halte die Position für ca. 30 Sekunden. Die Arme können dabei seitlich nach aussen gestreckt werden.

Sidestep

Positioniere das Miniband oberhalb deiner Fussgelenke. Stell dich Schulterbreit hin und gehe leicht in die Knie. Mache nun einen seitlichen Schritt zu deiner rechten Seite und folge mit dem linken Fuss nach. Es sollte immer eine gewisse Spannung auf dem Band bestehen belieben. Achte auf einen geraden Rücken und halte die Beinachse in neutraler Position.

Beinstrecker nach hinten

Positioniere das Miniband oberhalb deiner Fussgelenke und stell dich Schulterbreit und aufrecht hin. Die Arme sind in der Taille oder an einer Wand oder an einem Stuhl gestützt. Aktiviere die Rumpf- und Gesässmuskulatur und führe das Bein in gestreckter Position nach hinten und wieder zurück.

Cycle

Leg dich auf den Rücken, positioniere das Miniband um die Füsse und nimm eine Tabletop-Position ein. Die Arme befinden sich hinter dem Kopf. Strecke abwechslungsweise ein Bein aus und ziehe das andere Bein zum Körper. Die Ellenbogen jeweils Diagonal zum jeweiligen Knie führen.

Mountainclimber

Positioniere das Miniband um deine Füsse. Begib dich in eine Plank Position, die Arme ausgestreckt unterhalb der Schulter. Ziehe das Knie abwechslungsweise, soweit es geht, zur Brust. Achte auf eine gerad Rückenposition.

Plank

Positioniere das Miniband oberhalb deiner Knie oder deiner Fussgelenke (erschwert). Begebe dich in die Unterarmstütze, Ellenbogen Schulterbreit auf dem Boden, und führe die Beine abwechslungsweise nach oben oder zur Seite und wieder zurück. Achte dabei auf eine angespannte Rumpfmuskulatur und einen geraden Rücken.

Der Plank kann auch auf dem Balance Pad ausgeführt werden, indem die Unterarme auf das Balance Pad gestellt werden.

Seitstütz

Positioniere das Miniband oberhalb deiner Knie und begib dich in den seitlichen Unterarmstütz. Die Beine liegen gestreckt übereinander und der untere Ellenbogen ist angewinkelt, unterhalb der Schulter, auf dem Boden. Stütz dich auf dem angewinkelten Unterarm ab und heb die Hüfte nach oben, Richtung Decke, ab. Der Körper befindet sich in einer geraden Linie und der Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule. Halte die Position und führe das obere Bein nach oben und wieder zurück. Den oberen Arm kannst du in der Taille abstützen oder gestreckt nach oben führen.

Der seitliche Plank kann auch auf dem Balance Pad ausgeführt werden, indem der Unterarm auf das Balance Pad gestellt wird.

Brücke

Begib dich in Rückenlage und stell die Beine vorne auf. Das Miniband sollte sich oberhalb der Knie befinden. Die Arme sind flach ausgestreckt neben dem Körper. Bewege die Hüfte senkrecht nach oben und wieder zurück. Drücke gleichzeitig die Knie nach aussen.

Du hast noch kein Balance Pad oder Miniband-Set? Dann wird es höchste Zeit! Bestelle Dein Trainings-Equipment ganz einfach per Email an info@swissbiomechanics.ch. Wir wünschen Dir viel Spass mit den neuen Trainingsmöglichkeiten.

Apr 01, 2020

Miniband & Balance Pad – Der Allrounder für zu Hause

2020-05-29T08:54:28+02:0001. April 2020|

Die Corona-Pandemie schränkt uns alle in unserem Alltag stark ein, so auch in unseren sportlichen Aktivitäten. Obwohl man noch nicht auf seine Joggingrunden verzichten muss, bleiben uns doch viele andere Sportmöglichkeiten verschlossen. Was kann man also tun, um die Zeit zu Hause kurzweiliger zu gestalten? Für Läufer – vom Einsteiger bis zum leistungsorientierten Marathonläufer – ist zum Beispiel das Stabilisationstraining eine Einheit, welche gerne vernachlässigt wird, sich aber gut in die Trainingsroutine einbauen lässt.

Sowohl das Miniband, als auch das Balance Pad eignen sich dazu hervorragend. Sie sind beide platzsparend und kostengünstig, ermöglichen aber trotzdem ein komplettes Ganzkörpertraining. Beim Balance Pad als instabile Unterlage bieten sich eine Vielzahl an Übungen an, welche für mehr Körperspannung sorgen, die Gelenke stabilisieren, den Gleichgewichtssinn verbessern und neben den grossen Muskelgruppen auch viele kleinere Muskeln stärken. Mit dem Miniband lässt sich ebenfalls ein sehr gutes und variables Training zusammenstellen, bei welchem Rumpf, Arme und Beine berücksichtigt werden.

Neben einem allgemeinen Training kann man das Miniband und das Balance Pad aber auch gezielt für die Prävention und Rehabilitation von laufsportspezifischen Verletzungen verwenden.
Häufig treten bei Läuferinnen und Läufern jeden Levels Beschwerden in den unteren Extremitäten auf, wie zum Beispiel das «Runner‘s Knee» (Iliotibialbandsyndrom), das „Jumper’s Knee (Patellofemorales Schmerzsyndrom), oder das Schienbeinkantensyndrom. Obwohl diese Beschwerden eine komplexe Ätiologie aufweisen, ist eine muskuläre Schwäche in den umliegenden Gelenken – zum Beispiel im Hüft-, oder Sprunggelenk – allgemein als einer der Risikofaktoren anerkannt (Mucha et al. – 2016). Beim Iliotibialbandsyndrom entstehen belastungsabhängige Schmerzen im äusseren Bereich des Knies. Dies ist der Ansatz des Iliotibialbands, einer dicken Sehnenplatte, welche vom Beckenkamm an der Aussenseite des Oberschenkels verläuft und an der Aussenseite des Knies ansetzt. In diesem Fall sind besonders die Hüftabduktoren (Gluteus medius und minimus) von betroffenen Läuferinnen und Läufer auf der Beschwerdeseite schwächer als auf der gesunden Seite (Fredericson et al. – 2000). Diese beiden Muskeln sind unter anderem dafür verantwortlich, das Becken im Einbeinstand zu stabilisieren. Wenn sie aber geschwächt sind, sackt das Becken bei der Standphase beim Laufen auf die Seite des nicht belasteten Beins ab, was zu erhöhtem Zug am Iliotibialband und schlussendlich zu Schmerzen führt. So haben die Schmerzen im Knie ihren Ursprung in einer geschwächten Hüftmuskulatur.
Mithilfe von wenigen, einfachen Übungen auf dem Balance Pad und mit dem Miniband können diese Muskeln gezielt von zu Hause aus trainiert und die Hüft-, Knie- und Fussgelenk gestärkt werden, so dass das Risiko für solche Verletzungen minimiert wird.

In den meisten Fällen empfiehlt es sich allerdings, nicht nur einzelne Muskeln oder Muskelgruppen zu stärken, sondern den ganzen Körper in das Training miteinzubeziehen. Dies lässt sich ohne weiteres mit dem Miniband und dem Balance Pad arrangieren.

Coming soon

Übungsbeispiele für dein Home-Training folgen noch diese Woche auf unserem Blog. Du hast noch kein Balance Pad oder Miniband-Set? Dann wird es höchste Zeit! Bestelle Dein Trainings-Equipment ganz einfach per Email an info@swissbiomechanics.ch. Wir wünschen Dir viel Spass mit den neuen Trainingsmöglichkeiten.

Mrz 25, 2020

Die Wichtigkeit des Laufschuhs

2020-03-25T18:07:47+01:0025. März 2020|

Der Laufsport hat in den vergangenen Jahrzehnten enorm an Popularität gewonnen. Mit steigenden Teilnehmerzahlen an Laufevents ist auch die Zahl der laufbedingten Verletzungen in den letzten Jahren stark angestiegen. Die jährliche Verletzungsrate der regelmässig trainierenden Läufer lag laut van Mechelen (1992) noch zwischen 37 % und 56 %. Nur wenige Jahre später, so haben es Van Gent et al. (2007) in ihrem Review beschrieben, ist die Verletzungsrate der Läufer, welche an Verletzungen der unteren Extremitäten litten, auf bis zu 79,3% gestiegen. Die Entstehung von laufbedingten Verletzungen ist immer multifaktoriell und wird sowohl von intrinsischen wie auch extrinsischen Faktoren beeinflusst. Während intrinsische Faktoren wie Alter und Geschlecht nicht zu beeinflussen sind, können extrinsische Faktoren, wie etwa das Schuhwerk, sehr einfach verändert werden. Denn es hat sich erwiesen, dass die Wichtigkeit des Laufschuhs zur Prävention von Überlastungsschäden immer noch unterschätzt wird.

Unabhängige Studien haben gezeigt, dass sich mit zunehmendem Alter die mechanischen Eigenschaften eines Laufschuhs deutlich verändern und sich dadurch die Belastung für die Gelenke wie auch die Muskulatur deutlich erhöhen kann. Ein ausgelaufener Laufschuh bewirkt unter anderem höhere Bodenreaktionskräfte (Chambon et al., 2014; Herbaut et al., 2017), eine erhöhte Geschwindigkeit der Tibiarotation (Unterschenkelknochen) und eine reduzierte Stossdämpfung. Alle genannten Auswirkungen werden üblicherweise mit laufspezifischen Überbelastungen in Verbindung gebracht und bestätigen somit, dass die mechanischen Eigenschaften eines Laufschuhs für eine gesunde Bewegung essentiell sind. Daher sollte der Zustand des Laufschuhs stets kritisch hinterfragt und im Zweifelsfall von Experten bewertet werden, um muskuloskelettale Überbelastungen zu vermeiden.

Oftmals werden ausschliesslich die gelaufenen Kilometer als Indikator für die Notwendigkeit eines neuen Laufschuhes verwendet. Daneben sind aber unter anderem auch das Gewicht des Läufers, der Laufuntergrund und der Ort der Schuhlagerung wichtige Faktoren, die über die Lebensdauer eines Laufschuhs entscheiden. Ein Blick auf die Sohle des Laufschuhs lässt die Abnutzung des Schuhs zwar oberflächlich sehr gut abschätzen, jedoch sind es vor allem die wichtigen dämpfenden und stützenden Eigenschaften des Laufschuhs, die man von aussen meist kaum bewerten kann. Dass der Laufschuh dann oftmals deutlich zu lange getragen wird, liegt aber vorwiegend auch daran, dass ein eingelaufener (oftmals aber eben auch abgelaufener) Laufschuh ein sehr angenehmes, aber trügerisches Laufgefühl vermittelt.

Faktoren, die bei der Bewertung der Funktionalität des Laufschuhs helfen:

  • 600 900 km je nach Untergrund, Laufstil etc.
  • Abgelaufene Laufsohle (bei einseitigem Abrieb im Vorfuss sollten Sie sich dringend beraten lassen)
  • Faltige(s) oder zusammengedrückte(s) Zwischensohle, Stütz- & Dämpfungselement
  • Weitere optische Faktoren (steht der Laufschuh schräg oder gerade)
  • Laufschuhalter (auch nicht genutzte Laufschuhe verlieren ihre Qualität)
  • Das Innenleben des Schuhs (wie z.B. durchlöcherte Einlagen)

Auch wenn verschiedenste Faktoren einen Einfluss auf laufbedingte Verletzungen haben, bildet der passende Laufschuh eine fundamentale Basis, sowohl in der Prävention von Verletzungen als auch bei der Optimierung des wettkampforientierten Laufens.

“Falls Sie Fragen zu Ihrem Laufschuh haben sollten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Jetzt neu auch mit unserer kostenlosen Laufschuhanalyse und -beratung.
Profitieren Sie noch heute vom exklusiven Angebot, wir schenken Ihnen 20% auf einen neuen Laufschuh.”

swissbiomechanics bleibt an sämtlichen Standorten geöffnet.

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