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Steigende Anzahl Sportverletzungen im Breitensport

Es passiert schneller, als man denkt.
Ein abrupter Richtungswechsel, ein ungewohnter Trainingsreiz oder ein Moment der Unachtsamkeit und plötzlich ist da dieser Schmerz, der einen ausbremst.

Im Sport passieren mehr schwere Unfälle als im Strassenverkehr. Jährlich sind es rund 450’000 Unfälle im Sport von in der Schweiz wohnhaften Personen (1). Bei einer derart sportlichen Wohnbevölkerung, bei welcher rund die Hälfte aller 15- bis 74-Jährigen mehrmals pro Woche oder sogar täglich Sport treiben, ist es umso wichtiger, dass man sich mit dem Thema Sportverletzungen auseinandersetzt (1). 

Wie entstehen Sportverletzungen?

Der menschliche Bewegungsapparat ist auf eine grosse Anzahl verschiedener Belastungen ausgelegt. Beim Sport können jedoch Belastungsspitzen auftreten, welche den Bewegungsapparat an seine Grenzen bringt und so zu akuten oder chronischen Beschwerden führen kann (2). 

Eine akute Sportverletzung entsteht meist durch eine direkte Krafteinwirkung oder eine abrupte Bewegung, welche zu strukturellen Gewebeschäden führt wie beispielsweise eine Fraktur oder eine Ruptur (2). 

Eine chronische Sportverletzung resultiert durch repetitive Über- und Fehlbelastung bei unzureichender Regeneration, wie beispielsweise eine Achillessehnentendinopathie (2).

(Bild 2)

Was tun bei einer Sportverletzung?

Im akuten Fall kann die sogenannte PECH-Regel helfen, erste Massnahmen richtig umzusetzen:

Pause – die Aktivität sofort unterbrechen

Eis – Kühlung zur Reduktion von Schmerz und Schwellung

Compression –Druckverband zur Verminderung der Schwellung

Hochlagern – das betroffene Körperteil über Herzhöhe lagern, um Blutrückfluss und Lymphfluss zu fördern (3)

(Bild 3)

Je nach Schweregrad der Verletzung empfiehlt sich, einen Arzt aufzusuchen, um geeignete Therapieformen wie beispielsweise Physiotherapie oder orthopädische Hilfsmittel anzuwenden und so dauerhafte Beschwerden zu reduzieren.

Wie beugt man Sportverletzungen vor?

Viele Sportverletzungen lassen sich mit einfachen Massnahmen reduzieren. Dazu gehören gezieltes Aufwärmen, eine passende Ausrüstung und insbesondere geeignete Sportschuhe. Für alle, die noch auf der Suche nach passenden Laufschuhen sind, empfehlen wir eine Laufschuhanalyse (3). 

Dennoch entstehen viele Verletzungen nicht durch einzelne Ereignisse, sondern durch ungenügende Vorbereitung, fehlende Stabilität oder wiederkehrende Fehlbelastungen (3)(4). 

Instabilitäten können sich beispielsweise im Fuss, im Knie oder in der Hüfte zeigen und bleiben im Training oft lange unbemerkt.

(Bild 4)

Aber wie weiss man, wo anzusetzen ist?

Oft reagieren wir erst, wenn Schmerzen auftreten und behandeln genau dort, wo es weh tut. Doch die eigentliche Ursache liegt häufig nicht am Ort der Beschwerden, sondern in der gesamten Bewegungskette.

Mit unseren Analysen, spezifisch der Return-to-Sport (RTS) Analyse können Instabilitäten und deren Auslöser aufgedeckt und gezielt beraten werden.

Bei der RTS-Analyse kombinieren wir verschiedene biomechanische Messmethoden:

(Bild 5)

Mit diesem Überblick können gezielte Empfehlungen abgegeben, das Training aufgebaut und Verletzungen vorgebeugt werden. Das Ziel ist nicht nur die Rückkehr zum Sport. Sondern eine Bewegung, die langfristig stabiler, effizienter und belastbarer ist.

Weitere Informationen zu der Return to Sport Analyse finden Sie hier

Blogbeitrag Paciane Bo Studer, Sport- und Bewegungswissenschaftlerin 
MSc ETH

Quellen:

  1. D, Meier und Y, Achermann Stürmer. Erhebung 2022: Die Wahrnehmung des Unfallrisikos beim Sport: zwischen Zahlen und Gefühlen. Bern : BFU, Beratungsstelle für Unfallverhütung, 2022. DOI:10.13100.
  2. Antwerpes, Dr. Frank, et al. DocCheck Flexikon. Artikel Sportverletzung:. [Online] 13. 04 2026. [Zitat vom: 24. 04 2026.] https://flexikon.doccheck.com/de/Sportverletzung.
  3. Prof. Dr. med. Frosch, Karl-Heinz. leading medicine guide. Sportverletzungen: Erste Hilfe, Behandlung und Vorbeugung bei Sportverletzung an Muskel und Gelenk. [Online] 19. 01 2026. [Zitat vom: 01. 05 2026.] https://www.leading-medicine-guide.com/de/erkrankungen/muskel-knochen/sportverletzungen.
  4. Sportverletzungen: erhebliche Einschränkungen durch Instabilitäten an OSG, Knie und Hüfte. Groh, J. 58, s.l. : Orthop. Rheuma, 2017, Bd. 20. https://doi.org/10.1007/s15002-017-1226-z.

 

Bildquellen:

  1. Titelbild: www.swissbiomechanics.ch

  2. www.swissbiomechanics.ch

  3. www.adobe.ch

  4. www.depositphotos.com

  5. www.qualisys.com

6. Mai 2026